BEITRAG / ZOCKEN

Wardogs! Das bessere Battlefield?

Was eine Suchtspirale, Wardogs hat mich vollends in seinen Bann gezogen. Aber kann es auch halten was es verspricht?

Nostalgie - Neues - Shooter

Aus meiner Kindheit bzw. frühen Jugend kenne ich noch Battlefield 1942. Eher nur vom Zusehen, weil mein alter PC dafür nie gereicht hat. Als dann ein neuer kam, bin ich auf Call of Duty umgestiegen.

Aber ich erinnere mich noch genau daran, beim Kumpel zu hocken – Jan hieß er – und mich offline mit Bots über die Maps zu schlachten. Teils recht planlos, aber der Spaß war da.

Dann kam Battlefield 2. Zusammen mit den Jungs und Mädchen vom DSH-Deichclan setzten wir einen eigenen Server auf. Aus Stunden wurden Nächte, aus Nächten ganze Wochenenden.

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Mein Zockerplatz 2009

Das ging dann auch so weiter, als Bad Company 2 für den PC rauskam: Server aufgesetzt → nächtelang gezockt → den Spaß meines Lebens gehabt.


Dann kam Battlefield 3. Klar, ein cooles Game, aber es war so anders. Es gab Packs, die man kaufen konnte, um Waffen schneller freizuschalten. Das Menü war browserbasiert und nicht mehr direkt im Spiel. Zudem musste man Server nun mieten und konnte sie nicht mehr selbst aufsetzen.

DSH Deichclan Bf3
Unser Battlefield 3 Clan

So zerbröckelte der Keks leider. Battlefield 4 war auch cool, ebenso wie die anderen Nachfolger – bis auf 2042. Aber dieses klassische Battlefield-Gefühl war nicht mehr da. Man hastete durch die Maps und wollte wie in COD nur noch Kills. Keine Strategie mehr, einfach ballern.

Dann kam dieses Wardogs – was soll das sein? Ist es gut?

Ich habe Videos und Streams geschaut und bin wirklich tagelang um die Steam-Seite herumgeschlichen, bis ich die 30 € ausgegeben habe. Und was soll ich sagen: JUNGE, FETZT DAS GAME!


Die Suchtspirale ist real: ballern, Geld verdienen, Lkw fahren, Geld verdienen, fliegen, Geld verdienen, aufklären, Geld verdienen, bauen, Geld verdienen, rumstehen, Geld verdienen.

Geld verdienen
Der Geldkreislauf



Egal, was man im Game macht: Eine Belohnung gibt es immer. Und dann ist da noch eine gewisse Strategie.

Kurz erklärt: Es gibt drei Teams – Rot, Blau und Grün. Im Game gibt es eine Control Zone. Sobald man diese betritt, zählt man zu den aktiven Kräften. Das Team mit den meisten lebenden Soldaten in der Zone bekommt alle paar Sekunden ein Ticket. Bei 100 Tickets ist die Runde gewonnen.


Dann gibt es noch die Hotzone: Alle Soldaten, die sich darin befinden, zählen doppelt. Auch die Belohnungen für Aktionen, die man dort ausführt, werden verdoppelt. Ein Kill bringt also statt 800 $ ganze 1.600 $.

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Tickets der drei verschiedenen Fraktionen

Es gibt hier keine klassischen Klassen im Sinne von vorgeschriebenen Loadouts. Man kann gleichzeitig Sani und Ingenieur sein, dazu noch Sniper und Aufklärer. Es gibt Rucksäcke in verschiedenen Größen und auch ein Levelsystem: das sogenannte Wardogs-Level und zusätzlich eigene Level für die einzelnen Unterklassen.

So kann man sich alles selbst zusammenstellen, wie man will – vorausgesetzt, man hat genügend Knete. Fahrzeuge gibt es auch: unter anderem Panzer, Artillerie, Jeeps und Lkws sowie Hubschrauber aller Art. Das Ganze ist eben an bestimmte Level und genügend Kohle gebunden.


Alles in allem macht das Game wirklich Spaß, und auch technisch läuft es sehr solide. Auf meinem AMD Ryzen 7 7800X3D mit einer RTX 4070 läuft es mit hohen Einstellungen und DLSS auf „Qualität“ sauber mit 90 FPS.


Am 15. Oktober bekommt das Game einen Wipe. Da es sich noch im Early Access befindet und die Leute nicht zu schnell overpowered werden sollen, hat sich der Entwickler dafür entschieden. Ich bin etwas zwiegespalten, was das angeht, aber schauen wir mal, was das wird.

Bis dahin werde ich noch viele tolle Stunden im Game verbringen!

Cheers und frohes Ballern!


AUSTAUSCH / BEITRAG

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